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QUALIFIZIERTE HILFE BEI BUCHFÜHRUNG UND BILANZIERUNG

Vielen stellt sich die Frage: Soll ich einen Steuerberater beauftragen? Bei der Buchführung und auch bei der Bilanzierung sollte die Antwort “Ja” lauten, denn ein Fachmann auf diesen Gebieten kann routiniert und mit viel Know-how weiterhelfen. Aber wer muss überhaupt zwingend Buch führen und Bilanzen machen? Wir haben die Antwort.

Qualifizierte Hilfe bei Buchführung und Bilanzierung

Ein Unternehmen muss gut wirtschaften, um bestehen zu können. Ein wichtiger Teil dieser Wirtschaftlichkeit ist die Buchführung. Dazu werden alle Geschäftsvorgänge eines Unternehmens so detailliert und geordnet wie möglich aufgezeichnet. Das betrifft vor allem die Einnahmen und Ausgaben einer Firma. Gerade Vollständigkeit spielt hierbei eine große Rolle. Zur Buchführung ist in Deutschland jeder Unternehmer – egal ob Freiberufler oder Gewerbetreibender – verpflichtet.

Man unterscheidet einfache und doppelte Buchführung

In den meisten Fällen macht es Sinn, einen Experten mit dieser oft aufwendigen und kleinteiligen Arbeit zu beauftragen. Ein Steuerberater oder ein Buchhalter sind hierbei die richtigen Ansprechpartner, denn sie wissen, worauf es beim Thema Buchführung zu achten gilt. Das gilt nicht nur für Unternehmen, sondern auch für andere Organisationen und Einrichtungen, die Bücher führen müssen oder sollten. So können beispielsweise Steuerberater für Vereine sehr hilfreich sein, wenn sie sich mit den besonderen Anforderungen an die Buchhaltung in Vereinen vertraut sind. Doch auch andere Organisationen können vom Expertenwissen profitieren.

Es gibt unterschiedliche Ziele, die mit einer guten Buchhaltung erreicht werden können:

  • Überblick über die aktuelle Vermögenslage erhalten
  • Alle Vorgänge erfassen und nachvollziehbar machen, die auf die Vermögenslage Auswirkungen haben
  • Unternehmenserfolg ermitteln (Gewinn und Verlust)
  • Grundlage zur Besteuerung des Unternehmens bilden

 

Wichtig

Wenn die Betriebseinnahmen in einem Jahr weniger als 17.500 € betragen, reicht eine formlose Gewinnermittlung aus. Eine amtliche EÜR muss dann nicht ausgefüllt werden.

Es gibt eine Verpflichtung zur Buchführung, aber bei der Frage nach den Details, sollte man genau hinschauen. Denn es bestehen zwei unterschiedliche Formen der Buchführung, die sich für unterschiedliche Arten von Unternehmern anbieten:

Einfache Buchführung

Erklärung

Bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) handelt es sich um einen amtlichen Vordruck, in dem die Einnahmen und die Ausgaben, die ein Unternehmen hat, aufgeführt und einander gegenübergestellt werden. Erst wenn die Einnahmen höher ausfallen als die Ausgaben, konnte ein Gewinn erwirtschaftet werden. Wenn der umgekehrte Fall eintritt, entsteht hingegen Verlust.

Die einfache Buchführung können folgende Gruppen wählen:

  • Freiberufler
  • Gewerbetreibende, bei denen der Umsatz weniger als 600.000 € und der Gewinn weniger als 60.000 € pro Jahr beträgt

Wenn ein Unternehmen eine einfache Buchführung nutzt, um den Unternehmenserfolg zu ermitteln, wird dazu die Einnahmen-Überschuss-Rechnung verwendet.

Doppelte Buchführung

Die doppelte Buchführung ist für folgende Gruppen verpflichtend:

  • Kaufleute
  • Kapitalgesellschaften
  • Gewerbetreibende, bei denen der Umsatz über 600.000 € und der Gewinn mehr als 60.000 € pro Jahr beträgt

Die Aufzeichnungspflichten sind bei der doppelten Buchführung strenger. Eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung reicht nicht aus, stattdessen muss eine Bilanz geführt werden. Hierbei spricht man von einer Bilanzierung und die unterscheidet sich recht stark vom Aufbau einer EÜR. Sie stellt nämlich keine Einnahmen und Ausgaben, sondern Kapitalherkunft und Kapitalverwendung gegenüber. Außerdem wird dabei jeder Geschäftsvorfall auf mindestens zwei Konten gebucht. Aus diesem Umstand ergibt sich auch der Name “doppelte Buchführung”. Darüber hinaus müssen alle Geschäftsvorfälle als Buchungssatz verschriftlicht werden.

Es wird schnell deutlich, dass die Bilanzierung ein komplexes Feld ist und für einen Laien eine sehr große Herausforderung darstellt. Am besten holt man sich Hilfe von einem Fachmann, vor allem falls man zu einer doppelten Buchführung verpflichtet ist. Steuerberater helfen nicht nur Einzelunternehmern und Gewerbetreibenden, sondern auch ganzen Firmen und beispielsweise Kapitalgesellschaften dabei, ihre wirtschaftlichen Abläufe zu dokumentieren.

So gelingen Buchführung, Bilanzierung und Co.

Steuerberater kümmern sich um folgende Dinge:

  • Beratung in allen steuerlichen Angelegenheiten
  • Bearbeitung von Steuerangelegenheiten (bspw. Steuererklärung erstellen und Anträge stellen)
  • Aufstellung von Bilanzen (Buchführung und Abschlüsse erstellen)
  • Lohnbuchführung
  • Vertretung in Steuerstrafsachen
  • Hilfestellung im Insolvenzwesen
  • Beratung bei der Existenzgründung

Gerade in den Bereichen Buchführung und Bilanzierung stoßen Unerfahrene, angesichts der Komplexität, schnell an ihre Grenzen. Gleichzeitig ist die Buchführung aber so elementar für einen Unternehmer oder einen Betrieb, dass Unkenntnis hierbei weitreichende Folgen haben kann – schlimmstenfalls droht sogar die Insolvenz eines Unternehmens. Daher sind Fachleute, wie Steuerberater oder Buchhalter eine kluge Investition. So jemand hilft sowohl bei der Buchführung als auch bei der Bilanzierung. Manche Unternehmer wissen nicht einmal genau, wie sie Bilanzen lesen müssen. Daraus ergeben sich natürlich auch Probleme bei der Erstellung.

Die Bilanz muss stets zum Ende eines Geschäftsjahres gemacht werden. Darin werden einerseits das vorhandene Vermögen (bspw. Warenbestand, Maschinen oder Kasse) und andererseits die vorliegenden Schulden (bspw. Umsatzsteuer und Rückstellungen) einander gegenübergestellt. Entscheidend ist dabei immer der Ist-Zustand. Wenn die Vermögenswerte die Schulden übersteigen, liegt (positives) Eigenkapital vor.

Großer Gestaltungsspielraum bei der Bilanzierung

Wer eine Bilanz anfertigen muss, sucht natürlich nach Mitteln, sie so weit wie möglich zu seinen Gunsten zu gestalten. Tatsächlich gibt es ein paar Möglichkeiten, um Vorteile zu ziehen. Wir haben einige zusammengefasst:

1. Einnahmen verschieben
Ein Kunde hat ihnen Geld für eine Leistung gezahlt, die erst im nächsten Jahr erbracht wird. Beispiele dafür können Mietvorauszahlungen oder Wartungsaufträge sein. In solch einem Fall können diese Zahlungen in der Bilanz abgegrenzt werden, sodass sie den Gewinn im laufenden Jahr nicht erhöhen.

2. Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten
In der Bilanz darf eine sog. gewinnmindernde Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten verbucht werden. Mit so etwas sind beispielsweise mögliche Garantieverpflichtungen gemeint oder eine gewisse Rücklage, um Prozess- oder Schadensersatzkosten zu zahlen, falls die Firma von einem Kunden, einem Konkurrenten oder einem Geschäftspartner verklagt werden sollte. Hilfreich ist das vor allen Dingen, wenn ein besonders hoher Gewinn erzielt wurde und die Steuerlast im betreffenden Jahr gemindert werden soll.

3. Rücklage für Ersatzbeschaffung
Wenn ein Gegenstand, der zum betrieblichen Anlagevermögen gehört, daraus ausscheidet – beispielsweise wegen eines Diebstahls oder weil es zerstört wurde – und durch die Zahlung der Versicherung ein Gewinn entsteht, muss der nicht zwingend versteuert werden. Denn wenn für das nächste Jahr eine Ersatzinvestition geplant ist, kann eine Rücklage für Ersatzbeschaffung in der Bilanz ausgewiesen werden. Somit wird der Gewinn beim Kauf des Ersatzgutes vom Kaufpreis abgezogen und der Restbetrag abgeschrieben.

Die Bilanzierung ist eine aufwendige und zeitintensive Aufgabe. Viele Unternehmer haben dafür schlichtweg zu wenig Zeit oder ihnen fehlt das Know-how, um hier alle Details im Blick zu behalten und korrekt damit umzugehen. Daher macht es Sinn, diese Arbeit in die Hände eines Steuerberaters oder Buchhalters zu geben. Eine solche Person kann sich ebenso um die Buchführung und die Steuererklärung kümmern, da diese Themenbereiche Überschneidungen haben. Das alles aus einer Hand betreuen und erstellen zu lassen, ist die beste Lösung in Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens.