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DIE STEUERERKLÄRUNG:
WISSENSWERTES FÜR ARBEITNEHMER UND SELBSTSTÄNDIGE

Die Steuererklärung beschäftigt als Thema sowohl Selbstständige als auch Arbeitnehmer jedes Jahr aufs Neue. Wir klären die häufigsten Fragen.

Die meisten deutschen Bürger sind mit dem Thema Steuern vertraut – ob als Arbeitnehmer oder Selbstständiger. Dennoch stellt die Steuererklärung viele von ihnen jedes Jahr erneut vor jede Menge Herausforderungen. Während Arbeitnehmer in aller Regel lediglich eine Steuererklärung abgeben müssen, sind es bei Selbstständigen mehrere.

Wichtige Info

Man sollte jede Steuererklärung immer innerhalb der Frist abgeben, denn andernfalls verliert man Anspruch auf eine eventuelle Rückerstattung.

Doch nicht die Anzahl ist das Problem: Für die meisten Steuerzahler stellt das Ausfüllen der Steuererklärung eine besonders herausfordernde Aufgabe dar. Da sich das Steuergesetz ständig verändert, stellen sie sich jedes Jahr dieselbe Frage: Was kann man überhaupt von der Steuer absetzen? Hinzu kommen unterschiedliche Abgabefristen und -pflichten der Steuerzahler, die häufig Verwirrung stiften.

Diese Arten von Steuererklärungen gibt es in Deutschland

In der Bundesrepublik gibt es mehrere Arten von Steuererklärungen. Die klassische ist die Einkommensteuererklärung. Doch wer mehr als nur die Einkommensteuer an den Fiskus abführt, wie z. B. Selbstständige und Unternehmer, muss in den meisten Fällen zusätzliche Steuererklärungen abgeben. Insgesamt gibt es folgende:

  • Einkommensteuererklärung
  • Gewerbesteuererklärung
  • Umsatzsteuererklärung
  • Körperschaftsteuererklärung
  • Schenkung-/Erbschaftsteuererklärung

 

Wer ist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet?

Der Irrglaube, eine Steuererklärung sei für jeden Pflicht, ist weit verbreitet. Doch ob die Abgabe einer Steuererklärung Pflicht ist oder nicht, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Generell ist es so, dass die Abgabe nur dann erfolgen muss, wenn das Finanzamt einen dazu auffordert. Gibt es eine solche Aufforderung nicht, ist die Abgabe der Steuererklärung freiwillig.

Muss eine Steuererklärung abgegeben werden, nennt sich dies Pflichtveranlagung und tritt in den folgenden Fällen ein:

  • Ehepaare, die Arbeitslohn bezogen haben und Steuerklassen III/V bzw. IV haben
  • Mindestens ein Ehepartner hat in den ELStAM eingetragene Freibeträge
  • Es wurde trotz Anwendung der sog. Fünftelregelung eine Abfindung ausgezahlt
  • Erhalt von nicht pauschal versteuertem Lohn mehrerer Arbeitgeber
  • Bezug weiterer Einkünfte z. B. aus Lohnersatzleistungen, Kapitalerträgen oder Mieteinnahmen neben dem Gehalt
  • Bezug von Einkünften aus selbstständiger Arbeit

 

Selbstständige sind außerdem dazu verpflichtet, weitere Steuererklärungen einzureichen. Wer Umsatzsteuer in seinen Rechnungen ausweist, muss die entsprechende Steuererklärung abgeben. Bei Gewerbetreibenden kommt außerdem eine Gewerbesteuererklärung hinzu.

Welche Steuererklärung muss ich als Arbeitnehmer machen?

Arbeitnehmer, die keine Einkünfte wie weiter oben beschrieben haben, können eine Einkommensteuererklärung freiwillig abgeben. Liegt beispielsweise eine nebenberufliche Selbstständigkeit vor, kann es sein, dass zusätzlich eine Umsatz- und Gewerbesteuererklärung eingereicht werden muss.

Welche Steuererklärung muss ich als Selbstständiger machen?

Ausnahme Kleinunternehmer

Welche Steuererklärung für Kleinunternehmer Pflicht ist, hängt davon ab, ob diese ein Gewerbe betreiben. Wer die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmt, führt keine Umsatzsteuer ab, deshalb entfällt die entsprechende Steuererklärung. Gewerbetreibende müssen jedoch ggf. eine Gewerbe- und natürlich die Einkommensteuererklärung einreichen.

Selbstständige sind zunächst zur Abgabe der Einkommensteuererklärung verpflichtet. Zudem kann es sein, dass eine Umsatz- und Gewerbesteuererklärung abgegeben werden müssen. Größere Unternehmen sind außerdem zur Einreichung einer Körperschaftsteuererklärung verpflichtet.

Wie ist die Abgabefrist für die Steuererklärung?

Wird man vom Finanzamt zur Abgabe einer Steuererklärung aufgefordert, hat man bis zum 31.07. Zeit, seine Unterlagen einzureichen. Diese Frist gilt jedoch nur für Anträge, die vom Steuerzahler selbst ausgefüllt werden. Schaltet man einen Steuerberater bzw. eine Steuerkanzlei ein, verlängert sich die Abgabefrist bis zum 28.02. des darauffolgenden Jahres.

Steuererklärung rückwirkend nachreichen

Beispiel

Wer die freiwillige Erklärung für das Jahr 2017 abgeben will, muss sie bis zum 28.02.2022 eingereicht haben.

Die genannten Fristen gelten nur bei der Pflichtveranlagung. Will man hingegen eine freiwillige Steuererklärung abgeben (Antragsveranlagung), kann man diese bis zu vier Jahre nach Ablauf des betreffenden Steuerjahres rückwirkend einreichen.

Was tun bei Steuernachzahlung?

Wer einen Steuerbescheid mit einer Steuernachzahlung erhält, kann bei einer Antragsveranlagung ganz entspannt bleiben: Diese Nachzahlung lässt sich leicht umgehen, indem man seine abgegebene Steuererklärung einfach innerhalb einer Frist von vier Wochen nach Erhalt des entsprechenden Steuerbescheides zurücknimmt.

Doch Vorsicht – der Einspruch kann nur bei freiwillig erfolgter Abgabe (Antragsveranlagung) eingelegt werden. Im Falle der Pflichtveranlagung müssen die Steuern nachgezahlt werden.

Steuerberater einschalten oder nicht

Ist es grundsätzlich besser, einen Steuerberater einzuschalten oder kann man die Steuererklärung auch selber machen? Diese Frage ist pauschal nicht leicht zu beantworten: Es kommt immer darauf an. Dennoch empfiehlt es sich Arbeitnehmern, die keine zusätzlichen Einnahmen neben ihrem Arbeitslohn bezogen haben und auch sonst nicht mit besonderen Lebensumständen konfrontiert waren, ihre freiwillige Erklärung selbst zu machen.

Mittlerweile gibt es verschiedene Online-Portale und Software-Programme, mit denen sich die Steuererklärung leicht online bzw. am Computer erledigen lässt. Doch wer unsicher ist, was und wie es steuerlich absetzbar ist, sollte sich lieber an einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein wenden.

Bei Selbstständigen und Unternehmern empfiehlt sich jedoch immer die Konsultation einer Steuerkanzlei. Unternehmer haben weder Zeit noch oftmals das nötige Know-how in puncto Steuern und Steuererklärungen. Ein Steuerberater kann dabei helfen, diese Aufgabe zu bewältigen.

Kriterien für die Wahl der Steuerkanzlei

Eine Steuererklärung kann grundsätzlich jedem Steuerberater anvertraut werden. Wer jedoch weitere Dienstleistungen der Kanzlei in Anspruch nehmen will bzw. an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert ist, sollte seine Wahl gut durchdenken. Folgende Fragen sollte man bei der Dienstleisterwahl beantworten:

  • Welche Dienstleistungen bietet die Kanzlei an (z. B. nur Steuerberatung oder auch Wirtschaftsprüfung)?
  • Welche Mandanten betreut der Steuerberater überwiegend – Privatpersonen oder Unternehmen?
  • Ist der Steuerberater spezialisiert? Wenn ja – auf welche Branchen, Berufsgruppen, etc.?
  • Wie weit ist die Kanzlei vom Unternehmensstandort entfernt?
  • Wie ist die Erreichbarkeit der Kanzlei (Telefon, E-Mail, Wochenende, etc.)?

 

Wer einen passenden Steuerberater gefunden hat, sollte in einem persönlichen Gespräch Näheres zu dessen Arbeitsweise herausfinden. Außerdem ist es für die Zusammenarbeit wichtig, dass sowohl die Chemie zwischen den beiden Parteien stimmt als auch das Vertrauen da ist. Schließlich sollte eine solche Zusammenarbeit nicht von einem schlechten Gefühl begleitet werden.