Wir finden den passenden Steuerberater in Ihrer Nähe!
Powered by
Unverbindlich Kostenlos Schnell Von Mandanten empfohlene Anbieter
Finden Sie Den passenden
Steuerberater in Ihrer Nähe!

Geben Sie Ihre Postleitzahl ein und wir finden
einen passenden Steuerberater für Ihr Anliegen.

STEUERBESCHEID:
PRÜFUNG UND EINSPRUCH BEIM FINANZAMT – SO GEHT’S

Wer einen fehlerhaften Steuerbescheid erhält, sollte umgehend Einspruch beim Finanzamt einlegen. Wir erklären, wie Sie den Bescheid prüfen und bei Fehlern vorgehen sollten.

Steuerbescheid prüfen und Einspruch einlegen – so geht’s

Wenn der Steuerbescheid Zuhause eintrifft, sollte man diesen eingehend prüfen, um eventuell vorhandene Fehler zu finden. Ist dies der Fall, kann der Steuerzahler Einspruch beim Finanzamt einlegen und so versuchen, gegen Unstimmigkeiten vorzugehen. Um mögliche Fehler zu finden, sollte man sich eingehend mit dem Aufbau und dem Inhalt des Steuerbescheids auseinandersetzen.

Ist die Steuererklärung eingereicht, heißt es warten auf den Steuerbescheid vom Finanzamt. Dieser gibt Aufschluss darüber, wie sich die Steuerlast anhand der Einkünfte und abzugsfähiger Posten errechnet, sowie ob den Steuerzahler eine Rück- oder Nachzahlung erwartet.

Wer seine Steuererklärung pünktlich eingereicht hat, fragt sich natürlich, wann mit dem Steuerbescheid zu rechnen ist. Die Bearbeitungszeit ist von Finanzamt zu Finanzamt unterschiedlich und kann nicht pauschal veranschlagt werden. In vielen Fällen erhält man den Bescheid aber schon innerhalb weniger Wochen.

Wie ist ein Steuerbescheid aufgebaut?

Man erhält seinen Steuerbescheid grundsätzlich in Schriftform und in aller Regel auf dem Postweg. Dieser besteht aus mehreren Seiten, die Folgendes enthalten:

  • Seite 1: Enthält alle persönlichen Daten wie Name, Anschrift, Steuernummer, Bankverbindung und den nachzuzahlenden Betrag bzw. die Höhe der Steuerrückzahlung. Auch die Bankverbindung des Finanzamtes befindet sich hier für den Fall, dass eine Steuernachzahlung fällig ist.
  • Seite 2: Hier findet man die Besteuerungsgrundlage, die eine Berechnung der Steuern enthält. Die Einnahmen des Steuerzahlers bzw. des gemeinsam veranlagten Ehepaares werden hier den abzugsfähigen Ausgaben gegenübergestellt.
  • Seite 3 und ggf. weitere: Erkennt das Finanzamt vom Steuerzahler angesetzte Kosten nicht an, findet er hier eine Begründung dazu.

 

Wie kann ich meinen Steuerbescheid prüfen?

Es empfiehlt sich in jedem Fall, seinen Steuerbescheid gründlich zu prüfen, denn es kommt nicht allzu selten vor, dass sich beispielsweise Rechenfehler oder auch einfach Zahlendreher eingeschlichen haben. Da man als Steuerzahler dann natürlich das Recht hat, Einspruch beim Finanzamt einzulegen, sollte man nach Erhalt des Steuerbescheids nicht einfach blind auf dessen Richtigkeit vertrauen. Auch die persönlichen Daten sowie die Bankverbindung können fehlerhaft sein und sollten ebenfalls kontrolliert werden.

Außerdem ist es ratsam, die Besteuerungsgrundlage genau unter die Lupe zu nehmen und sowohl die Ergebnisse noch einmal gegenzurechnen als auch nach anderen Fehlern Ausschau zu halten. Insbesondere Freibeträge und Werbungskosten sowie Sonderausgaben sollten überprüft werden. Stimmen die Zahlen nicht mit der vorher berechneten Nach- bzw. Rückzahlung überein, sollte man nachsehen, ob es im Bereich der Erläuterungen Angaben zur eventuellen Nichtanerkennung von Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnlichen Belastungen gibt.

Was kann ich bei Fehlern im Steuerbescheid tun?

Liegen Abweichungen von den selbst berechneten Zahlen vor und handelt es sich dabei aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Rechenfehler oder gar einen Zahlendreher, sollte man in jedem Fall Widerspruch gegen den Steuerbescheid beim zuständigen Finanzamt einlegen.

Aber auch, wenn keine rechnerischen Fehler vorliegen, sondern beispielsweise Werbungskosten oder andere Ausgaben durch das Finanzamt nicht anerkannt worden sind, kann es sich lohnen, einen Einspruch beim Finanzamt einzureichen.

So kann man gegen den Steuerbescheid Einspruch einlegen

Nicht nur bei Rechenfehlern oder formalen Unstimmigkeiten kann ein Einspruch gegen den Steuerbescheid zur Option werden. Weicht die vorausberechnete Steuerrück- oder -nachzahlung von dem auf dem Bescheid ausgewiesenen Betrag ab, weil zum Beispiel bestimmte Werbungskosten oder als Sonderausgaben veranschlagte Beträge nicht anerkannt wurden, sollte man einen Einspruch erwägen.

Da es für die meisten Steuerzahler allerdings schwer nachzuvollziehen ist, ob es überhaupt sinnvoll ist, gegen einen Steuerbescheid Einspruch einzulegen, braucht man hier meist fachliche Hilfestellung. Um für Klärung zu sorgen, empfiehlt sich daher in einem solchen Fall die Beratung durch einen Steuerberater. Dieser prüft den gesamten Bescheid inklusive der Begründung für nicht akzeptierte Kosten gründlich auf sachliche sowie inhaltliche Fehler.

Ein Steuerberater wird seinen Mandanten anschließend darüber aufklären, ob ein Einspruch gegen den Steuerbescheid sinnvoll und aussichtsreich ist. Was die Formalien eines solchen Einspruchs angeht, gibt es hier einiges zu beachten. Ein Widerspruch gegen den Steuerbescheid muss in jedem Fall schriftlich erfolgen.

Außerdem ist es von essentieller Bedeutung, dass man die gesetzliche Frist von vier Wochen für den Einspruch beim Finanzamt einhält. Diese gilt mit dem Tag, an dem die Behörde den Steuerbescheid versendet hat. Für die Zustellung werden zusätzliche drei Tage gewährt. Fällt das Fristende auf einen Samstag oder Sonn- bzw. Feiertag, ist der nächste Werktag der letzte Tag, an dem der Widerspruch gegen den Steuerbescheid eingegangen sein muss.

Erhält man also entsprechende Post vom Finanzamt, sollte man den Steuerbescheid umgehend prüfen, damit man noch genug Zeit hat, um einen Termin beim Steuerberater zu vereinbaren.

Was genau muss im Einspruch enthalten sein?

Wichtig beim Verfassen des Widerspruchs gegen den Steuerbescheid ist vor allem, dass alle Daten richtig angegeben sind und klar ist, auf welchen Bescheid sich der Einspruch bezieht. Außerdem muss der Einspruch inhaltlich begründet werden, wobei genau erklärt werden muss, gegen welche Bestandteile des Steuerbescheides widersprochen wird.

Wer hier verständlicherweise unsicher ist, findet bei einem Steuerberater kompetente Hilfe. Die Steuerkanzlei übernimmt die Formulierung des Einspruch für ihren Mandanten und setzt das Schriftstück auf, sodass dieser sich nicht selbst darum kümmern muss.