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FINANZAMT-SUCHE:
WIE FINDE ICH DAS RICHTIGE FINANZAMT FÜR MICH?

Ob Umzug, Scheidung oder Unternehmensgründung – es gibt Fälle, da müssen Steuerzahler sich Gedanken darüber machen, welches Finanzamt für sie zuständig ist. Wir erklären, in welchen Fällen man auf Finanzamt-Suche gehen muss und wie man die aktuell zuständige Finanzbehörde leicht ausfindig macht.

Wie findet man das richtige Finanzamt?

Viele deutsche Bürger müssen eine Einkommensteuererklärung abgeben; Unternehmen und Selbstständige darüber hinaus auch andere Steuererklärungen: Deshalb ist es für all diejenigen wichtig, das für sie zuständige Finanzamt zu kennen. Doch nicht immer ist sofort klar, an welche Behörde man sich wenden muss. Wie lässt sich also das jeweils zuständige Finanzamt finden und sollte bei der Suche etwas beachtet werden?

Bitte beachten

Wer in einer größeren Stadt wohnt, in der es mehrere Finanzbehörden gibt, kann eventuell Schwierigkeiten haben, das zuständige Finanzamt zu finden. Wer keinen Steuerberater hat oder diesen nicht beauftragen will, kann einfach bei einem der möglichen Finanzämter anrufen und sich dort erkundigen.

Grundsätzlich muss man sich an das Finanzamt wenden, in dessen Bezirk man aktuell seinen Wohnsitz hat. Es ist also immer das Finanzamt jener Stadt zuständig, in der man dauerhaft wohnt. Das gilt insbesondere für Privatpersonen, doch auch Freiberufler oder andere Selbstständige, die keine separaten Büroräume haben: Wer ein Arbeitszimmer in den eigenen vier Wänden als Büroraum nutzt, muss sich an das Finanzamt wenden, das auch für einen als Privatperson zuständig ist.

Wie Unternehmen das zuständige Finanzamt finden

Doch wie sieht es bei Unternehmen aus – an welches Finanzamt können sie sich wenden beziehungsweise, welches ist zuständig? Bei Einzelunternehmen und Kapitalgesellschaften kann es etwas komplizierter ablaufen, wenn man das zuständige Finanzamt suchen muss. Fälschlicherweise wird oft angenommen, dass der Hauptsitz des Unternehmens darüber entscheidet, welches Finanzamt zuständig ist. Tatsächlich ist es aber so, dass einzig der Sitz der Geschäftsleitung von Relevanz ist.

Dies wird insbesondere bei Unternehmen deutlich, die Standorte in Deutschland sowie im Ausland unterhalten: Wenn beispielsweise der schweizer Hauptsitz einer deutschen GmbH in Zürich ist, alle Entscheidungen aber in der Zentrale in München getroffen werden, dann ist das Unternehmen auch am ausländischen Standort in Deutschland körperschaftsteuerpflichtig. Das zuständige Finanzamt wäre in München. Darüber hinaus kann bei Unternehmen, die ausländische Mitarbeiter beschäftigen, zum Beispiel im Baugewerbe, beim Abführen der Einkommensteuer ein anderes Finanzamt zuständig sein.

Um das zuständige Finanzamt zu finden, können Firmenbesitzer einfach zum Telefon greifen und sich beim Finanzamt des Ortes, in dem das Unternehmen seinen Sitz hat, darüber erkundigen, welche Behörde für sie zuständig ist. Auf diese Weise kann die Frage nach der Zuständigkeit schnell geklärt werden. Eine weitere Möglichkeit ist es, einen Steuerberater zu konsultieren. Der Experte weiß ebenfalls, an welche Behörde man sich in welchem Fall wenden muss. Darüber hinaus kann er sämtliche Arbeiten rund um das Thema Steuern für das Unternehmen erledigen – die Kommunikation mit dem zuständigen Finanzamt gehört ebenfalls dazu.

Welches Finanzamt ist bei Scheidung zuständig?

Bei Eheleuten ist das Finanzamt für die Einkommen- sowie andere Steuererklärungen zuständig, welchem der Bezirk zugewiesen ist, in dem der Familienwohnsitz der Eheleute liegt. Kommt es zu einer Scheidung, wird unter Umständen die Zuständigkeit des bisherigen Finanzamts auf ein anderes übertragen. Da die Ehegemeinschaft für das betreffende Steuerjahr noch bestand, kann von beiden Parteien noch die steuerlich günstige Zusammenveranlagung gewählt werden. Dabei gilt es zwei Fälle zu unterscheiden:

Bisheriges Finanzamt bleibt zuständig
Bleibt mindestens ein Ehegatte auch nach der Trennung im bisherigen Bezirk wohnhaft, muss die gemeinsame Steuererklärung bei der bisherigen Finanzbehörde abgegeben werden.

Neues Finanzamt ist zuständig
Wenn beide Ehegatten nach der Trennung in die Bezirke verschiedener Finanzämter ziehen, übernimmt diejenige Finanzbehörde die Bearbeitung der gemeinsamen Steuererklärung, welche für denjenigen Ehegatten zuständig ist, der vor Abzug der Werbungskosten die höheren Einnahmen erzielt hat.

Nach dem Umzug das richtige Finanzamt finden

Bei Umzügen ist es so, dass die örtliche Zuständigkeit in dem Moment wechselt, in dem das Finanzamt vom Umzug erfährt. Wer seine Steuererklärung nach dem Umzug dennoch beim bisher zuständigen Finanzamt einreicht, muss kein neues Finanzamt suchen, da die tatsächlich zuständige von der bisher zuständigen Finanzbehörde informiert wird. Die nächste Steuererklärung sollte dann aber beim richtigen Finanzamt eingereicht werden.

Was passiert, wenn man sich an das falsche Finanzamt wendet?

Wer eine freiwillige Steuererklärung abgeben will und diese unwissend beim falschen Finanzamt abgibt, geht das Risiko ein, dass die gewählte Behörde es ablehnt, die Steuererklärung zu bearbeiten. Zwar hat man bei der Antragsveranlagung für die Abgabe der Formulare vier Jahre Zeit, gibt man diese jedoch zu kurzfristig ab, kann es passieren, dass die Aufwendungen in der Steuererklärung überhaupt nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden können.

Bei der freiwilligen Steuererklärung muss berücksichtigt werden, dass man sich in jedem Falle an die aktuell zuständige Finanzbehörde wendet. Selbst dann, wenn eine Steuererklärung für das Jahr abgegeben wird, in dem man in einer anderen Stadt oder in einem anderen Bundesland gewohnt hat, muss immer jenes Finanzamt die Bearbeitung der Dokumente übernehmen, welches auch für den aktuellen Wohnort des Steuerzahlers zuständig ist.