Warum Steuerberater für Vereine kaum wegzudenken sind

Mit einem Steuerberater für Vereine werden die Finanzen überschaubarer.

Ein Verein ist immer eine tolle Sache, denn wer sich einem Hobby oder einem gemeinnützigen Zweck in angenehmer Umgebung und unter Gleichgesinnten widmen kann, findet in seinem Verein oft eine dauerhafte Freizeitbeschäftigung. Damit alles mit rechten Dingen zugeht und bei der Vereinstätigkeit kein Ärger mit den Behörden aufkommt, sollten die finanziellen Angelegenheiten jedoch schnell und sauber geregelt werden.

Steuerberater für Vereine kümmern sich nicht nur um die Kommunikation mit den zuständigen Ämtern, sondern optimieren auch den zukünftigen finanziellen Weg des Vereins und sorgen dafür, dass die Vereinsmitglieder sich ungestört ihrer Leidenschaft widmen können. Denn auch wenn der Kassenwart auf Zack ist, stellt das deutsche Vereinsrecht einen eher undurchsichtigen Dschungel dar. Wer sich hier eine Menge Zeit und Aufwand ersparen will, ist mit einem fachkundigen Steuerspezialisten gut beraten.

Wann sollte der Steuerberater für Vereine hinzugezogen werden?

Auch wenn sich die Idee für einen passenden Verein schnell findet und die Motivation groß ist, sollte der angehende Verein bereits bei seiner Gründung die Hilfe eines Steuerberaters in Anspruch nehmen. Zuerst wird dieser nämlich untersuchen, ob der Verein nach deutschem Recht steuerbegünstigt wird. Denn auch wenn das Vereinsrecht kompliziert ist, zeigt sich das Finanzamt hier in der Regel kulant. Gemäß § 51 bis 86 der Abgabenordnung (AO) kann ein gemeinnütziger Verein z. B. von der Gewerbe- und Körperschaftsteuer befreit werden. Auch Vergünstigungen in Sachen Umsatzsteuer sind hier die Norm. Ein Steuerberater für Vereine wird sich vor der Gründung mit den zuständigen Ämtern in Kontakt setzen und ermitteln, ob eine Gemeinnützigkeit vorliegt.

Nach § 52 AO ist ein Verein z. B. dann gemeinnützig, wenn er das Gesundheitswesen, den Sport oder die Jugend fördert. Auch Unterstützung der Altenhilfe und der Wohlfahrt werden vom Staat mit einer deutlichen Steuerersparnis honoriert. Ebenfalls als gemeinnützig gelten Vereine, welche die Wissenschaft, Erziehung, Bildung, Kunst, Religion oder den Umweltschutz fördern, ebenso wie die Tierzucht, die Gärtnerei, das Brauchtum oder den Hundesport. Wie man es auch dreht und wendet – ein Steuerberater für Vereine muss sich schon sehr anstrengen, um für einen Verein keine Steuervergünstigungen herauszuholen.

Sollte es einem Verein partout nicht möglich sein, sich in die lange Liste der gemeinnützigen Zwecke nach § 52 AO einzureihen, kann er sich immer noch einer Kirchengemeinde anschließen, denn in diesem Fall kann der Steuerberater für Vereine sich auf § 54 AO berufen und kirchliche Zwecke geltend machen. Sogenannte Fördervereine, welche dazu dienen, steuervergünstigte Mittel für einen anderen Verein zu beschaffen, können übrigens ebenenfalls gemeinnützig sein. Wichtig ist dabei nur, dass der Verein, für den die Mittel beschafft werden, ebenfalls steuerlich begünstigt ist und die Mittel für einen steuerbegünstigten Zweck eingesetzt werden.

Wichtig: Die Vereinsbeiträge dürfen nicht zu hoch ausfallen, den sonst ist die Gemeinnützigkeit nicht mehr gegeben. Sollte ein Verein einen Mitgliedbeitrag von mehr als 1.023 € pro Jahr und Mitglied und/oder eine Aufnahmegebühr von insgesamt mehr als 1.534 € verlangen, kann ihm die Gemeinnützigkeit entzogen werden. Aber was, wenn tatsächlich etwas mehr Geld für die Vereinstätigkeiten benötigt wird? Ein Steuerberater für Vereine kann mit ein wenig Aufwand eine sogenannte Investitionsumlage geltend machen, die auf einen Zeitraum von zehn Jahren gerechnet immerhin 5.114 € pro Mitglied betragen darf. Steuerlich absetzbar ist diese Umlage allerdings in keinem Fall.

Ein Steuerberater für Vereine achtet auf den geregelten Fluss der Geldmittel

Während des laufenden Vereinsgeschäftes müssen die erwirtschafteten Geldmittel des Vereins ausschließlich und zeitnah (innerhalb von zwei Jahren nach der Erwirtschaftung) für die steuerbegünstigten Zwecke des Vereins eingesetzt werden. Werden für bestimmte Anschaffungen oder in der Zukunft liegende Zwecke Rücklagen benötigt, müssen diese gemäß § 62 Abs. 1 AO im Kassenbuch als zweckgebunden geführt und vom Vereinsvorstand genehmigt werden – ein Steuerberater für Vereine hilft sehr effektiv dabei, die geeigneten Investitions- oder Anschaffungsrücklagen festzulegen. Die sogenannten freien Rücklagen dürfen hingegen nur bis zu 10 % der Vereinsmittel umfassen, unterliegen aber nicht der Angabe eines Verwendungszweckes.

Wird dem Vereine keine Gemeinnützigkeit zugesprochen, muss er alle Einnahmen versteuern. Das beste Beispiel hierfür sind z. B. die Erträge aus dem Verkauf von Speisen und Getränken auf Vereinsfeiern oder Eintrittsgeldern. Selbst wenn der Verein gemeinnützig ist, muss hier allerdings zwischen dem ideellen Bereich wie z. B. Mitgliedsbeiträgen, der Vermögensverwaltung, dem Zweckbetrieb (Eintrittsgelder etc.) und dem Geschäftsbetrieb unterschieden werden. Insbesondere wenn der Verein seine Gelder aus unterschiedlichen Quellen bezieht, kann die Buchhaltung sehr schnell sehr kompliziert werden und sollte in jedem Fall einem kompetenten Steuerberater für Vereine überantwortet werden.

Vorsicht: Wenn einem Verein die Gemeinnützigkeit z. B. durch fehlerhafte Buchführung oder Satzungsmängel entzogen wird, können die finanziellen Folgen drastisch sein. Wird eine Betriebsprüfung durchgeführt, werden die zu entrichtenden Steuern oft rückwirkend berechnet und äußern sich in satten Nachzahlungen. Wer bereits bei der Gründung einen Steuerberater für Vereine hinzuzieht, ist hingegen auf der sicheren Seite und kann sich ruhigen Gewissens dem alltäglichen Vereinsgeschäft widmen.