Wie Steuerberater eine Limited in Deutschland lohnenswert gestalten

Die Gesellschaftsform ist hierzulande inzwischen weithin bekannt und wird gern genutzt: Eine sogenannte Limited (kurz Ltd.) ist eine englische Form der Kapitalgesellschaft und kann grob mit der deutschen GmbH gleichgesetzt werden. Voll ausgeschrieben nennt sich die Gesellschaft “private company limited”. Damit sich das Geschäft auch lohnt, sollte ein fähiger Steuerberater die Limited zu jeder Zeit begleiten und sich sofort um alle anfallenden Steuerfragen kümmern.

Grundsätzlich ist für die Erstellung einer Limited, ebenso wie bei einer GmbH, das Aufsetzen eines Gesellschaftsvertrags nötig. Dieser folgt natürlich der britischen Rechtssprechung, sodass bereits bei der Gründung ein Steuerberater für die Limited zwingend notwendig wird. Spezialisierte Berater kümmern sich nicht nur um das korrekte Aufsetzen des Vertrages, sondern Regeln im Anschluss auch die Kommunikation mit den englischen Kontaktpersonen – im Idealfall kümmert sich nämlich in Übersee ein kompetenter Rechtsbeistand um den reibungslosen Ablauf. Ein Steuerberater für Limiteds ist damit auch immer ein Vermittler ins Ausland.

Wer eine Ltd. aufbaut, kommt nicht ohne aus: Ein Steuerberater ist für eine Limited zwingend notwendig.

Übrigens: Eine Limited ist vor allem deshalb so attraktiv, weil sie erstens nicht notariell beurkundet werden muss und zweitens mit einer Stammeinlage von gerade einmal einem Pfund auskommt. Im Geschäft mit Limiteds ist zwar ein Startkapital von knappen 100 ₤ üblich, vorgeschrieben ist das jedoch nicht. Die Stammeinlage einer GmbH muss hingegen mindestens 25.000 € betragen.

Die Eintragung ins Handelsregister erfolgt wie bei einer deutschen GmbH, nur dass das betreffende Register in England geführt wird. Wer mit seiner Limited in Deutschland tätig werden möchte, trägt außerdem eine Zweigniederlassung im deutschen Handelsregister ein und kann sich danach der Einrichtung seiner englischen Niederlassung widmen.

Wichtig: Ein kompetenter Steuerberater sollte die Limited bei der Gründung begleiten, damit es keine Schwierigkeiten mit den englischen Behörden gibt. Zwar läuft der Prozess in der Regel problemlos ab, aber auch hier sind einige Details zu beachten, wie z. B. die Eintragungskosten von ca. 20 ₤ und die Ausrichtung der Gründungssteuer.

Ein Steuerberater unterstützt eine Limited vor allem im laufenden Geschäftsalltag

Wer seine Limited gegründet hat, muss im Anschluss zwingend ein eingetragenes Büro in England aufbauen. Das sogenannte “registered office” beinhaltet die Erreichbarkeit auf telefonischem und postalischem Wege sowie die Aufbewahrung aller wichtigen Dokumente – darunter fällt auch die Buchhaltung. Ein Problem ist das allerdings nicht, denn inzwischen gibt es besondere Unternehmen und Anwaltsbüros, die sich auf dieses Angebot spezialisiert haben. Die Kommunikation mit diesen Verbindungsstellen und die mit der Ltd. verbundene Buchhaltung sollten jedoch immer von einem Steuerberater für Limiteds übernommen werden. Dieser kennt sich auch im britischen Steuerrecht aus und kann so z. B. den Wechsel der Gesellschafter und andere gesellschaftsinterne Veränderungen steueroptimal und zeitnah abwickeln.

Ein Steuerberater ist für eine Limited vor allem deshalb sehr wichtig, weil immer zwei Jahresabschlüsse erstellt werden müssen: Der eine Abschluss wird nach deutschem Recht aufgestellt, der andere nach der sogenannten “generally accepted accounting practice”, kurz UK-GAAP – natürlich komplett in englischer Sprache. Wer hier versucht ohne einen Steuerberater auszukommen, wird spätestens nach einem Jahr in arge Bedrängnis geraten. Das Thema ist tatsächlich so kompliziert, dass nicht jeder Steuerberater das Mandat einer Limited übernimmt. Kompetente Berater findet man z. B auf Internetbewertungsbörsen wie bewertet.de

Übrigens: Generell wird auch eine Limited die reguläre deutsche Körperschaft- und Gewerbesteuer entrichten müssen. Während die Körperschaftsteuer 15 % des zu versteuernden Einkommens samt eines Solidaritätszuschlages von 5,5 % beträgt, ist die Gewerbesteuer von der Gemeinde abhängig, in welcher sich der deutsche Geschäftszweig der Limited befindet.