Vorteile durch einen Steuerberater: UGs lohnen sich mit kompetenter Hilfe besonders

Seit im Jahr 2008 das ‘Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen’ eingeführt wurde, gestaltet sich die Gründung neuer Unternehmen deutlich leichter als zuvor. Wer sich z. B. mit einer GmbH an den Markt wagen möchte, hat die Möglichkeit, eine sogenannte Unternehmergesellschaft (oder kurz UG) zu gründen. Zwar genießt die UG einige besondere Vergünstigungen, auch in Bezug auf die Rücklagenbildung. Wenn ein guter Steuerberater eine UG allerdings von Beginn an unterstützt und sich direkt um alle anfallenden Steuerfragen kümmert, genießt das Unternehmen eine deutlich kompetentere steuerliche Betreuung – und damit auf lange Sicht spürbare finanzielle Vorteile.

Einen Steuerberater für eine UG zu finden, ist für junge Unternehmen extrem wichtig.

Die grundlegenden Eigenschaften einer UG sollen dem Unternehmer den Start in die eigene Kapitalgesellschaft erleichtern. Darunter fällt vor allem das deutlich geringere Stammkapital – anstelle von 25.000 € muss bei einer Unternehmergesellschaft nur ein Euro hinterlegt werden. Trotz des einfachen Starts sollte ein Steuerberater die UG ab der Gründung begleiten. Auf diese Weise können leicht eine präzise Liquiditätsplanung und ein umsetzbarer Businessplan erstellt werden.

Achtung: Zwar ist die Gründung mit einem Euro möglich – wirklich empfehlenswert ist diese allerdings nicht. Denn die UG muss eine gesetzliche Rücklage bilden, in welche mindestens ein Viertel des Jahresüberschusses einzuzahlen ist. Ein guter Steuerberater wird die UG immer darauf hinweisen, dass die Kredit gebenden Banken bei einem derartig geringen Startkapital oft misstrauisch werden und z. B. Bürgschaften einfordern.

Gut aufgestellt mit einem Steuerberater: Die UG sollte von Beginn an unterstützt werden

Die Regelung des Stammkapitals einer UG fällt für Gründer sehr vorteilhaft aus. Damit die Kapitalgesellschaft jedoch durchstarten kann, muss ein Notar eingeschaltet werden, welcher das sogenannte Musterprotokoll ausfüllt. In diesem werden die Gesellschafter, die Bestellung des Geschäftsführers und der Gesellschaftsvertrag kombiniert – danach kann die UG im Handelsregister eingetragen werden. Nimmt die Unternehmergesellschaft ihre Arbeit im Anschluss auf, gibt es noch mehr Arbeit für den Steuerberater: Die UG muss mit 25 % ihrer Gewinne Rücklagen bilden, bis eine Summe von 25.000 € erreicht werden. Diese werden in Stammkapital umgewandelt – damit kann der Geschäftsführer aus der UG eine vollwertige GmbH machen.

Übrigens: Natürlich ist auch die UG, genauso wie die GmbH, haftungsbeschränkt. Das persönliche Vermögen vor der Durchgriffshaftung (der uneingeschränkten Haftung mit dem Privatvermögen) zu schützen, ist eine der Grundvoraussetzungen, um als junger Gründer am Markt erfolgreich zu sein.

Eine der Voraussetzungen für die erleichterte Gründung mittels einer UG ist, dass die Unternehmergesellschaft nur einen Geschäftsführer und optional maximal drei Gesellschafter aufweist. Außerdem dürfen keine über das Musterprotokoll hinausgehenden Vereinbarungen getroffen werden. Das bedeutet auch, dass neben dem Musterprotokoll kein anderer Vertrag aufgesetzt wird – auch kein Gesellschaftervertrag. Wie bereits erwähnt, soll die UG in ihrem Kern lediglich die Gründung erleichtern und keinen Dauerzustand darstellen. Auch aus diesem Grund ist es wichtig, dass ein kompetenter Steuerberater die UG begleitet, denn die Umwandlung in eine GmbH muss sehr präzise und zeitnah erfolgen. Danach sollte der Steuerberater die GmbH idealerweise auch weiterhin unterstützen – immerhin ist der Berater inzwischen mit dem Unternehmen vertraut und kennt sich mit der individuellen finanziellen Situation der neuen Gesellschaft aus. Damit der angehende Mandant nicht ins kalte Wasser springt lohnt es sich oft, Mandantenmeinungen auf Bewertungsportalen wie z. B bewertet.de zu lesen.

Übrigens: Wer sich über die rechtliche Situation einer UG genauer informieren möchte, kann einen Blick auf § 5a des GmbH-Gesetzes werfen.