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DAS WICHTIGSTE ZU STEUERBERATERGEBÜHREN
KOMPAKT & EINFACH ERKLÄRT

Die Steuerberatergebühren sind gesetzlich geregelt. Wir erklären an Beispielen, wie einfach man die Gebühr selbst berechnen kann.

Für viele scheinen die Steuerberatergebühren ein komplexes Thema zu sein. Zwar können die Kosten in der für jeden frei zugänglichen Steuerberatergebührenverordnung (StBVV) eingesehen werden, doch das Dokument gibt lediglich einen Kostenrahmen vor – rechnen muss jeder selbst. Und genau daran verzweifeln die meisten.

Es stimmt: Um in das Thema Gebühren für Steuerberater einzutauchen, benötigt man etwas Geduld und mathematisches Verständnis. Allerdings muss man sich dafür nur ein Mal die Zeit nehmen – wer es ein Mal verstanden hat, wird die Höhe der Steuerberatergebühren auch bei weiteren Fällen recht schnell einschätzen können.

Gebührenordnung für Steuerberater gibt Kostenrahmen vor

Was ist die Steuerberatervergütungsverordnung? Dabei handelt es sich um ein mehrseitiges Regelwerk, das die für die Berechnung der Steuerberaterkosten relevanten Informationen liefert. Das Werk regelt im Grunde die Verfahren zur Berechnung des Honorars und gibt einen Rahmen für mögliche Kosten vor.

Die gute Nachricht lautet: Kein Steuerberater in Deutschland kann die Kosten für die erbrachte Leistung beliebig hoch ansetzen. Einen gewissen Spielraum haben die Experten dennoch – ob das Steuerberaterhonorar eher hoch oder niedrig ausfällt, bleibt zunächst dem Fachmann selbst überlassen.

Wichtige Info

Je nach Leistung kann dieser Prozentsatz unter, aber auch über der vollen Gebühr liegen. Ein Beispiel sind Abschlussarbeiten (§ 35 StBVV) – hier können bis zu 400 % der vollen Gebühr verlangt werden.

Für den Mandanten sollten die Steuerberatergebühren immer nachvollziehbar sein. Haken Sie bei Ihrer Kanzlei ruhig nach, wie sich die Kosten bei konkreten Posten zusammensetzen und was die Höhe beeinflusst.

Die wichtigsten Werte der Verordnung sind der Gegenstandswert und die volle Gebühr. Letztere ist vom Gegenstandswert abhängig und stellt den Ausgangswert für die Preisberechnung dar. Je nach erbrachter Leistung ist von dieser vollen Gebühr ein bestimmter Prozentsatz (meist mit Spielraum) zu berechnen, welcher dann als Preis für diese Leistung gilt.

Aufbau der StBVV

In der StBVV gibt es fünf Anlagen mit je einer Tabelle, die jeweils mit einem Buchstaben von A bis E gekennzeichnet ist. Jeder Anlage (bis auf die vierte) ist ein konkreter übergeordneter Bereich zugeordnet, z. B. Beratung oder Buchführung. Anlage vier ist nur für landwirtschaftliche Betriebe anzuwenden und gliedert sich in die Teile a und b.

In den Tabellen findet man normalerweise den Gegenstandswert und die jeweils dazugehörige volle Gebühr. Anlage vier bildet jedoch eine Ausnahme, da sich hier die volle Gebühr an der Betriebsfläche bzw. am Jahresumsatz orientiert.

Anlage 1 Tabelle A

In der Anlage 1 der StBVV gilt die Tabelle A als die sogenannte Beratungstabelle. Diese regelt also die Kosten für jegliche Beratungsleistungen von Steuerexperten. Hierunter fallen also Leistungen wie z. B. die gewöhnliche Steuerberatung oder die Unternehmensberatung. Aber auch die Anfertigung jeglicher Steuererklärungen wird über die Tabelle A abgerechnet (§ 24 StBVV).

Anlage 2 Tabelle B

Die Anlage 2 der StBVV enthält die Tabelle B. Es ist die sogenannte Abschlusstabelle. Dort kann man also die volle Gebühr für jegliche Abschlussarbeiten ablesen. Dazu gehören beispielsweise Leistungen aus dem § 35 StBVV oder Leistungen aus den §§ 25 und 26 StBVV.

Anlage 3 Tabelle C

Die in der Anlage 3 der StBVV enthaltene Tabelle C ist die sogenannte Buchführungstabelle – hier kann die volle Gebühr für Tätigkeiten wie z. B. die Buchführung oder deren laufende Überwachung abgelesen werden.

Anlage 4 Tabelle D

Die Tabelle D der Steuerberatergebührenverordnung regelt die volle Gebühr bei Buchführungs- und Abschlussarbeiten für land- und forstwirtschaftliche Betriebe (§ 39 StBVV). Je nachdem, ob eine Leistung dem Teil a oder b der Tabelle zugeordnet wird, ist die Betriebsfläche oder der Jahresumsatz im Sinne von § 39, Abs. 5 maßgeblich für die Bestimmung der vollen Gebühr.

Anlage 5 Tabelle E

Die Tabelle E in der Anlage 5 ist die sogenannte Rechtsbehelfstabelle und regelt die volle Gebühr für Leistungen, die ein Steuerberater in Verfahren vor den Verwaltungsbehörden (§ 40) übernimmt.

Wie werden die Steuerberatergebühren berechnet?

Wie sich die Steuerberatergebühren berechnen lassen, ist grundsätzlich im zweiten Abschnitt der Steuerberatergebührenverordnung geregelt. In den §§ 10 bis 14 wird auf die verschiedenen Arten der Honorare für Steuerberater sowie deren Berechnung bzw. Höhe eingegangen. Ab dem vierten Abschnitt werden unterschiedliche Leistungen aufgeführt, deren Kosten nach den Tabellen A bis E berechnet werden müssen.

Unser Tipp für Sie

Wer lediglich eine Steuerberatung wünscht, muss dafür zwischen einem und zehn Zehntel der vollen Gebühr gemäß Tabelle A zahlen. Von Privatpersonen bzw. Verbrauchern, die eine Steuerberatung erstmalig in Anspruch nehmen, kann keine Kanzlei mehr als 190 € verlangen. Sollte der Steuerberater danach z. B. mit der Erstellung einer Steuererklärung beauftragt werden, wird die Gebühr für diese Leistung zu den Beratungskosten hinzuaddiert.

Um die Frage “Was kostet ein Steuerberater?” zu beantworten, muss man zunächst genau wissen, welche Leistung der Fachmann erbringen muss. Des Weiteren ist der Gegenstandswert von Bedeutung. Und so geht man bei der Berechnung des Honorars für den Steuerberater vor:

Im ersten Schritt muss anhand der benötigten Leistung bestimmt werden, welche Tabelle zum Einsatz kommt und wie viel Prozent von der vollen Gebühr berechnet werden darf. In der entsprechenden Tabelle sucht man den Gegenstandswert und liest die dazugehörige volle Gebühr ab.

Von dieser berechnet man nun den Prozentsatz der jeweiligen Leistung und erhält so einen Gebührenrahmen, der eine gute Orientierung für die Höhe der möglichen Preise für Steuerberater darstellt. Oftmals wird auch einfach der Mittelwert, die sogenannte Mittelgebühr, als Preis für die Leistung genommen.

Beispiel

Ein Unternehmen möchte eine Gewerbesteuererklärung vom Steuerfachmann anfertigen lassen, bei der der Gegenstandswert 200.000 € beträgt. Laut Tabelle A der Verordnung für die Honorare der Steuerberater beträgt die volle Gebühr 1.907,- €. Die Steuerkanzlei darf laut Verordnung 1/10 bis 6/10 dieser Gebühr verlangen, sodass der Gewerbetreibende mit Preisen zwischen 190,70 und 1.144,20 € rechnen kann – in diesem Rahmen sind die Steuerberatergebühren angemessen.

Was kostet ein Steuerberater für Selbstständige?

Wer ein eigenes Unternehmen führt, muss in den meisten Fällen die Unterstützung eines Steuerberaters in Anspruch nehmen. In dieser Situation möchte natürlich jeder zunächst einmal wissen, welche Kosten auf ihn zukommen werden. Diese Frage lässt sich allerdings nicht allgemeingültig beantworten, da Steuerberater ihre Preise nicht pauschal davon abhängig machen, ob der Klient ein Gewerbetreibender ist oder nicht.

Grundsätzlich kann man aber dennoch festhalten, dass ein Selbstständiger, je nach Leistung und Gegenstandswert, in den meisten Fällen mit Gebühren im vierstelligen Bereich rechnen muss. Lediglich bei einzelnen Leistungen, wenn der Fachmann also z. B. nicht die laufende Buchhaltung, sondern nur die Anfertigung einer Steuererklärung übernimmt, können Preise im dreistelligen Bereich möglich sein.

Unser Tipp

Selbstständige sollten unbedingt auch bedenken, dass die Steuerberatergebühren eher höher ausfallen werden, wenn die Kanzlei für die erfolgreiche Erbringung einer Leistung einen Mehraufwand betreiben muss. Dies können zusätzliche Telefonate zur Klärung von Sachverhalten, die Anforderung fehlender Unterlagen sowie die persönliche Abholung von benötigten Dokumenten sein.

Steuerberatergebühren absetzen – geht das?

Wer schon einmal die Leistungen einer Steuerkanzlei in Anspruch nehmen wollte, hat sich sicherlich auch die Frage gestellt, ob die Steuerberatergebühren steuerlich absetzbar sind. In der Tat ist es so, dass sich die Kosten nur dann steuerlich geltend machen lassen, wenn sie beruflich veranlasst sind.

In diesem Fall können sie als Werbungskosten in der Steuererklärung angegeben werden. In der Rechnung sollte es stets deutlich sein, ob die Kosten privat oder beruflich veranlasst sind. Die Rechnung dient als Nachweis für das Finanzamt. Allerdings akzeptiert der Fiskus auch gemischte Kosten, wenn sie die Grenze von 100 € nicht übersteigen.