Mit einer Steuerberaterin geht der Alltag leichter von der Hand

Der Deutsche an sich hat, was die steuerliche Gesetzgebung angeht, leider das Nachsehen: Europaweit haben wir das komplizierteste und mit den meisten Ausnahmen und Sonderfällen versehene Steuerrecht. Auch wenn der eine oder andere sicher schon einmal die Steuererklärung aus eigener Hand abgegeben hat, bleibt die Tatsache bestehen, dass dabei eine Menge Zeit verloren geht, die ansonsten anderweitig genutzt werden könnte.

Durch die Hilfe einer guten Steuerberaterin erhält der Mandant in allen Belangen eine kompetente und moderne Betreuung.

Eine Steuerberaterin übernimmt für ihren Mandanten zuverlässig die Erledigung von allen steuerrechtlichen Angelegenheiten und spart sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen auf diese Weise nicht nur Zeit, sondern auch Geld ein. Eine rundum zum Mandanten passende Steuerberaterin zu finden ist jedoch nicht immer ganz leicht. Wie man eine gute Steuerberaterin erkennt und welche Fachgebiete sie übernehmen darf, lesen Sie im folgenden Guide.

Die Steuerberaterin: Gut geschult und mit Sicherheiten ausgestattet

Grundsätzlich gilt, dass ein Mandant, der sein finanzielles Wohl einer Steuerberaterin anvertraut, auch damit rechen kann, dass er Qualität geboten bekommt. Dafür sorgt bereits die zu absolvierende Prüfung (§ 37 StBerG), welche mit einer Durchfallquote von 50 % zu den härtesten Examen Deutschlands gehört. Bevor die Steuerberaterin bestellt werden kann, muss sie zudem eine Erfahrung von 10 Jahren als Finanzbeamte, Steuerfachangestellte oder Bilanzbuchhalterin aufweisen. Wer vorher die Betriebswirtschaft oder Juristik studiert hat, benötigt immerhin noch eine Berufserfahrung von 2 Jahren.

Außerdem muss die Steuerberaterin eine Haftpflichtversicherung besitzen (§ 51 StBerG und § 67, 72 Abs. 1 StBerG), welche in ihrem Portfolio alle üblichen Tätigkeiten einer Steuerberaterin aufweist (§ 33 StBerG). Eine Mindestversicherungssumme von 250.000 € und eine Jahreshöchstleistung von mindestens 1.000.000 € sind ebenfalls zwingend erforderlich. Das alles hört sich sehr strikt an, dient aber einzig und alleine zur Absicherung des Mandanten. Immerhin legt der Mandant seine Vermögenssituation offen und möchte im Anschluss auch bestmöglich beraten werden.

Eine gute Steuerberaterin zu finden kann bisweilen etwas knifflig sein, denn Reklame darf eine Steuerberaterin nicht schalten, ebenso wenig wie sie einem Gewerbe nachgehen darf – auch nicht nebenberuflich (§ 32 StBerG). Auch hier ist das Standesgesetz so streng, um den Mandanten zu schützen. Die Steuerberatung soll die einzige Beschäftigung der Beraterin sein, sodass sie sich voll und ganz auf die ihr überantworteten Aufgaben konzentrieren kann.

Übrigens: Zwar darf eine Steuerberaterin sachliche Werbung schalten, der Übergang zur Reklame ist allerdings fließend. Um kein Risiko einzugehen, verzichten viele Steuerberaterinnen deshalb komplett auf Werbung jeglicher Art. Wer trotzdem einfach eine Beraterin finden möchte, schaut sich in den Listen der IHK (Industrie- und Handelskammer) oder auf Bewertungsportalen im Internet um. Vor allem Letztere sind durch die einfache Bedienung und die Möglichkeit Kundenmeinungen einzusehen sehr beliebt. Tipp: Wer eine Steuerberaterin sucht, sollte eine Kanzlei in einem Umkreis von 30 km auswählen – schließlich möchte man sich nicht mit langen Anfahrtszeiten rumschlagen und sucht ein leicht zu erreichendes Steuerberater-Angebot.

Welche Aufgaben eine Steuerberaterin übernehmen darf – und welche nicht

Wer sich als Privatperson an eine Steuerberaterin wendet, wird gemeinhin die Erledigung von Steuererklärungen und die generelle Hilfe und Beratung bei steuerlichen Fragen im Sinn haben. Achtung: Bei der Wahl der Beraterin sollte beim Erstgespräch darauf geachtet werden, dass man es nicht mit einer sogenannten “Verhinderungsberaterin” zu tun hat. Kommt die Steuerberaterin nicht von sich aus mit Verbesserungsvorschlägen auf den Mandanten zu und rät sie ihrem Mandanten oft und ohne Grund von finanziellen Unternehmen ab, sollte vielleicht über einen Wechsel nachdenken.

Neben der Erledigung von eher allgemeinen Beratungstätigkeiten erteilt eine kompetente Steuerberaterin auch betriebswirtschaftliche Ratschläge und vertritt ihren Mandanten in finanzgerichtlichen Prozessen. Generell kann und darf eine Steuerberaterin genau so viel wie ihr der Mandant zugesteht: Wird eine Vollmacht unterschrieben, hört der Mandant oft nur dann etwas von seiner Beraterin, wenn ein paar Dokumente nötig werden – die restliche Kommunikation mit dem Finanzamt wird auf Wunsch vollumfänglich übernommen.

Achtung: Die Prüfung von Jahres- oder Konzernabschlüssen darf die Steuerberaterin nicht übernehmen, außer sie besitzt eine Fortbildung als Wirtschaftsprüfer. Auch andere Rechtsgebiete als das Steuerrecht sind tabu. Wer etwa zivil- oder strafrechtliche Fragen hat, wendet sich vertrauensvoll an einen Anwalt.

Möchte der Mandant die Hilfe eines Steuerberater und die eines Anwalts kombinieren, kontaktiert er entweder eine Sozietät oder Partnerschaft mit Außenvertretungsbefugnis (in der Regel eine GbR – Gesellschaft bürgerlichen Rechts) oder er wendet sich gleich an eine Großkanzlei. Oft als Aktiengesellschaften (AG), Kommanditgesellschaften (KG), offene Handelsgesellschaften (oHG) und Partnerschaftsgesellschaften sowie Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) ausgeschrieben, bewegen sich derartige Kanzleien mühelos auch auf internationalem Parkett und sind vor allem für große Unternehmen geeignet.

Übrigens: Eine klassische Steuerberaterin ohne Verbindungen zu einer Großkanzlei ist deshalb keinesfalls schlechter. Vor allem Privatpersonen profitieren von dem gesteigerten Vertrauensverhältnis und der guten Chemie, die der Umgang mit einer Einzelkanzlei mit sich bringt. Der Stundensatz für einen Steuerberater bleibt im Übrigen auch bei großen Kanzleien gleich.