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DIE WICHTIGSTEN ANTWORTEN RUND UMS THEMA
STEUERERKLÄRUNG

Die Steuererklärung bereitet vielen Steuerzahlern Kopfschmerzen, und zwar sowohl Arbeitnehmern und anderen Privatpersonen als auch Selbstständigen und Unternehmern. Wir haben die wichtigsten Informationen zu diesem Thema zusammengestellt.

Steuererklärung – das muss jeder wissen

Das Thema Steuererklärung betrifft viele Bürger in Deutschland, ob als Privatperson oder als Gewerbetreibender und Unternehmer. Da es in der Bundesrepublik zahlreiche Steuerarten gibt, zahlen wir entsprechend viele Steuern, sei es auf unser Einkommen, Lebensmittel, Immobilien, Fahrzeuge, Geerbtes und Geschenktes sowie auf viele andere Güter und Dienstleistungen.

Je nachdem, welche Steuern es betrifft, müssen vom Steuerzahler nur eine oder gegebenenfalls mehrere Steuererklärungen abgegeben werden. Die bekanntesten Formulare sind wohl die der Einkommensteuererklärung. Doch es gibt noch einige weitere Arten von Steuererklärungen, die meisten davon müssen jedoch nur von Selbstständigen ausgefüllt werden. Wir halten die folgenden Arten fest:

  • Einkommensteuererklärung
  • Umsatzsteuererklärung
  • Gewerbesteuererklärung
  • Körperschaftsteuererklärung
  • Schenkung- und Erbschaftsteuererklärung

 

Die Pflicht zur Steuererklärung: Wer muss sie abgeben und wer nicht?

Zunächst das Wichtigste: Die Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung hat nicht jeder Bürger. Es wird zwar von vielen angenommen, dass jeder eine Steuererklärung abgeben muss oder dass diese ab dem Zeitpunkt jährlich eingereicht werden muss, sobald eine abgegeben wurde. Tatsächlich ist es so, dass solange man keine Aufforderung zur Abgabe einer Steuererklärung vom Finanzamt erhalten hat, diese freiwillig erfolgen kann.

Wichtige Info

Es kann jedoch durchaus sein, dass man keine Aufforderung zur Abgabe der Unterlagen erhält, obwohl man diese abgeben muss. Es ist daher prinzipiell lohnenswert, sich in jedem Fall rechtzeitig bei einer fachkundigen Person darüber zu informieren, ob eine Pflicht zur Abgabe der Steuererklärung besteht.

Steuererklärung – bis wann muss sie abgegeben werden?

Für jede Steuererklärung gibt es eine Frist, die beachtet werden muss. In der Regel ist es ein fester Termin, welcher bundesweit und für jedes Jahr aufs Neue gilt. Bisher gilt als Abgabefrist für die Steuererklärung noch der 31. Mai bzw. der 31. Dezember, wenn ein Steuerberater mit der Bearbeitung der Unterlagen beauftragt wird. Fällt der Stichtag auf einen Samstag, Sonn- oder Feiertag, verlängert sie sich bis zum kommenden Werktag.

Aufgrund einer Gesetzesänderung verschiebt sich die Frist für Steuererklärungen ab 2018 auf den 31. Juli. Wird zukünftig ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein beauftragt, darf die Erklärung sogar spätestens Ende Februar des auf das Abgabejahr folgenden Kalenderjahres beim Fiskus eingereicht werden.

In manchen Fällen kann eine Fristverlängerung für die Steuererklärung beantragt werden – dann dürfen die Unterlagen auch noch bis zum 30. September abgegeben werden. Mit der Umsetzung des neuen Gesetzes wird eine Fristverlängerung nur noch in Ausnahmefällen gewährt. Bei einem Fristversäumnis müssen Betroffene jedoch mit einem Verspätungszuschlag rechnen.

Wie kann das Einreichen der Steuererklärung erfolgen?

Um eine Steuererklärung einzureichen, müssen zunächst die nötigen Formulare ausgefüllt werden: Wer die Unterlagen in Papierform einreichen will, kann diese entweder persönlich beim Finanzamt abholen oder im Internet herunterladen. Die meisten entscheiden sich jedoch für die elektronische Steuererklärung und reichen diese einfach über das Internet ein.

Wichtige Info

Wer eine freiwillige Steuererklärung abgibt, hat sogar vier Jahre Zeit: Soll beispielsweise eine Steuererklärung für das Jahr 2016 abgegeben werden, kann man diese bis zum 31.12.2020 einreichen.

Die elektronische Steuererklärung kann mittels spezieller Software ausgefüllt und anschließend an den Fiskus übermittelt werden. Wahlweise können die Formulare auch im ElsterOnline-Portal bearbeitet und mit nur einem Klick abgeschickt werden. Eine weitere Alternative bieten zudem andere Portale an, die das Ausfüllen und das Übermitteln der Steuererklärung online ermöglichen.

Wer seine Steuererklärung online oder über eine Steuersoftware übermitteln will, muss jedoch bedenken, dass dies üblicherweise ohne die Hilfe eines Fachmanns geschieht. Wer professionelle Unterstützung benötigt, wird die Unterlagen in der Regel in Papierform an das Finanzamt übermitteln.

Benötigte Unterlagen

Welche Unterlagen für die Steuererklärung benötigt werden, hängt immer vom Einzelfall ab. Je nach Art der Steuererklärung ist das Beifügen bestimmter Dokumente gesetzlich vorgeschrieben, in anderen Fällen kann der Fiskus bestimmte Nachweise anfordern, wenn z. B. Zweifel an der Richtigkeit der Angaben bestehen. Alle Angaben auf den Formularen der Steuererklärung sollten daher stets gewissenhaft und wahrheitsgemäß sein.

Es folgt ein kleiner Auszug von Nachweisen und Belegen, die immer nötig sind:

  • Zuwendungsnachweise (z. B. Spendenbescheinigungen)
  • Unterlagen über die Gewinnermittlung, soweit diese nicht schon elektronisch übermittelt wurden
  • Steuerbescheinigung über (anrechenbare) Kapitalerträge
  • Bescheinigung über vermögenswirksame Leistungen
  • Nachweise der Unterhaltsbedürftigkeit

Es kann durchaus sein, dass z. B. Arbeitnehmern durch besondere Lebensumstände Aufwendungen entstehen, die steuerlich geltend gemacht werden können, für die jedoch unter Umständen Nachweise erforderlich sind. Das kann beispielsweise bei berufsbedingten Umzügen oder bei der Einrichtung eines Arbeitszimmers der Fall sein. Es ist daher empfehlenswert, alle nötigen Belege aufzubewahren und bereitzuhalten. Alle anderen Belege und Nachweise sind nur dann einzureichen, wenn das Finanzamt diese ausdrücklich anfordert.

Steuererklärung selber machen – was gilt es zu beachten?

Wer seine Steuererklärung selber machen will, muss viel Zeit und Geduld einplanen. Gerade diejenigen, die die Formulare zum ersten Mal ausfüllen oder aber auch Steuerzahler mit besonderen oder nicht ganz eindeutigen Fällen stehen vor besonderen Herausforderungen. Grundsätzlich kann man sagen, dass bei geringen Kenntnissen des Steuerrechts ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein um Unterstützung gebeten werden sollte. Insbesondere Selbstständige und Unternehmer sind mit einem Profi an ihrer Seite deutlich besser aufgestellt.

Wer sich keine Hilfe holen möchte, muss wissen, welche Aufwendungen von der Steuer abgesetzt werden können und wo in den Formularen das passende Feld für den jeweiligen Eintrag ist. Wer etwas an der falschen Stelle einträgt, läuft Gefahr, dass dies in der Steuererklärung nicht berücksichtigt wird und damit die mögliche Steuerrückerstattung entsprechend kleiner ausfällt oder sogar eine Steuernachzahlung fällig wird. Natürlich lässt sich jeder Steuerbescheid prüfen und berichtigen, doch ist dies zeit- und kostenintensiv.