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WAS KOSTET EIN STEUERBERATER?

Wer die Dienstleistungen einer Steuerkanzlei in Anspruch nehmen will, möchte natürlich bereits im Vorfeld etwas über die mögliche Höhe der Kosten erfahren. Wir haben die wichtigsten Infos in diesem Artikel zusammengefasst und klären die Frage “Was kostet ein Steuerberater?”.

Was kostet ein Steuerberater?

Das Thema Kosten ist bei jedem Gespräch mit einem Steuerberater ein wichtiger Punkt. Doch auch schon bevor eine Steuerkanzlei aufgesucht wird, fragen sich Ratsuchende oft: “Was kostet ein Steuerberater?”. Ganz so einfach lässt sich diese Frage jedoch nicht beantworten, denn die Steuerberaterkosten berechnen sich in Abhängigkeit von vielen verschiedenen Faktoren. Zwar können die Honorare nicht beliebig hoch ausfallen, dennoch gibt es zum Teil deutliche Preisunterschiede zwischen den einzelnen Kanzleien.

Wie bestimmen Steuerberater die Preise?

Grundsätzlich müssen sich Steuerkanzleien in Deutschland bei der Honorargestaltung an die Steuerberatergebührenverordnung halten. Diese Verordnung regelt die Vergütung der Steuerberater. Die Honorare dürfen also nur basierend auf den entsprechenden Regelungen berechnet werden. Diese Gebührenverordnung gibt jedoch keine festen Preise vor, die Kanzleien ihren Mandanten in Rechnung stellen können. Vielmehr sind dort Regelungen zur Preisberechnung sowie ein möglicher Kostenrahmen für jede Leistung vorgegeben. Somit sind die Steuerberater nur in gewissem Maße frei bei der Honorargestaltung.

Folgende Dinge sind bei der Kostenberechnung wichtig:

  • Gegenstandswert
  • volle Gebühr
  • einzelne Leistungen

Um die Kosten für einen Steuerberater zu berechnen, muss zunächst der Gegenstandswert ermittelt bzw. geschätzt werden. Dessen Bestimmung erfolgt nicht immer auf dieselbe Art und Weise – sie ist eher von der Leistung abhängig. In Fällen, in denen sich der Gegenstandswert nicht ermitteln lässt, kann der Steuerberater eine Zeit- oder Pauschalgebühr verlangen. Soll der Steuerexperte Unterstützung vor einem Finanzgericht leisten, richtet sich seine Vergütung nach der Bundesgebührenordnung für Rechtsanwälte.

Möchten Sie mehr Infos?

Möchten Sie mehr über die Gebührenverordnung für Steuerexperten erfahren oder genauer wissen, wie Steuerberater Gebühren berechnen, lesen Sie unseren Artikel zum Thema Steuerberatergebührenverordnung.

Zur weiteren Honorarermittlung ist neben dem Gegenstandswert die sogenannte volle Gebühr notwendig. Diese wird durch spezielle Tabellen in der Gebührenverordnung für Steuerberater vorgegeben: Je nach geforderter Leistung wird eine der insgesamt fünf Tabellen herangezogen und die volle Gebühr anhand des Gegenstandswertes abgelesen. Doch auch damit ist die Frage danach, was ein Steuerberater kostet, immer noch nicht beantwortet.

Die volle Gebühr ist der Ausgangswert für die Berechnung der Kosten. Steuerberater können z. B. entweder nur einen Teil dieses Betrages berechnen oder – je nach Dienstleistung – einen Teil dieses Betrages dazurechnen. Wie sie verfahren müssen, lässt sich wieder der Gebührenverordnung entnehmen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Mandanten aus dem privaten oder dem geschäftlichen Bereich handelt. Entscheidend ist die erbrachte Leistung.

Steuerberater: Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab

Die Höhe der Gebühren der Steuerberater ist nicht nur von der erbrachten Leistung abhängig. Man darf nicht vergessen, dass die Gebührenverordnung lediglich einen preislichen Rahmen vorgibt, an den sich der Berater halten muss. Ob er seinem Mandanten Preise berechnet, die eher im unteren oder im oberen Bereich dieses Rahmens angesiedelt sind, ist von weiteren Kriterien abhängig. Für Preisschwankungen können folgende Dinge sorgen:

  • Aufwand und Schwierigkeit der Arbeit
  • Umfang der nötigen Tätigkeiten
  • Entfernung zum Mandanten
  • Standort der Kanzlei

Das Honorar für Steuerberater wird also höher ausfallen, wenn die zu erledigenden Arbeiten viel Aufwand verursachen oder besonders schwierig sind. Auch eine zu große Entfernung zum Mandanten kann sich in den Steuerberaterkosten widerspiegeln – muss der Steuerberater z. B. mal das Unternehmen aufsuchen, entstehen ihm Anfahrtskosten, die dann der Auftraggeber tragen muss. Darüber hinaus kosten Steuerberater in dicht besiedelten Großstädten meist mehr als ihre Kollegen in kleineren Gemeinden und ländlichen Gebieten.

Mandanten können die Kosten dennoch beeinflussen

Gerade aus dem Grund, dass die vom Steuerberater tatsächlich verlangten Kosten von verschiedenen Dingen abhängig sind, können Mandanten positiven Einfluss auf die Preisgestaltung nehmen. Diese Möglichkeit besteht ganz unabhängig davon, ob man sich aufgrund seiner privaten Steuererklärung an den Experten wendet oder ihm die gesamte Buchhaltung seines Unternehmens übertragen möchte.

Um den Aufwand des Steuerberaters zu reduzieren, können Mandanten z. B. alle Belege und Dokumente, die für die entsprechende Dienstleistung benötigt werden, ordentlich und chronologisch sortieren. Damit ersparen sie dem Fachmann diese Arbeit. Unternehmer sollten daher das ganze Jahr über alle Unterlagen ordentlich abheften, wenn sie eine Steuerkanzlei mit Abschlussarbeiten oder Steuererklärungen beauftragen möchten. Wer seine Buchhaltung vom Steuerberater erledigen lässt, sollte ebenfalls möglichst gut sortierte Rechnungen und Belege einreichen.

Eine weitere Möglichkeit, Steuerberaterkosten zu sparen, ergibt sich, wenn man seiner Kanzlei einige Arbeiten abnimmt, die kein buchhalterisches Fachwissen erfordern. Dies kann u. a. die Korrespondenz mit verschiedenen Behörden oder anderen Organisationen sein, um noch fehlende Unterlagen anzufordern oder die Erledigung vorbereitender Buchhaltung in Eigenregie. Ein offenes Gespräch mit dem Fachmann darüber, wie man die Steuerberaterkosten senken oder möglichst gering halten kann, ist immer empfehlenswert.

Lassen sich Kosten für Steuerberater absetzen?

Viele Unternehmer und Selbstständige sind sich unsicher, ob sie tatsächlich die Unterstützung einer Steuerkanzlei benötigen. Doch wer sich für einen Steuerberater entscheidet, kann die Kosten absetzen. Es kann zwar nicht die gesamte Gebühr bei der Steuererklärung berücksichtigt werden, doch anteilig lassen sich Beträge für konkrete Leistungen steuerlich geltend machen. Dazu zählen u. a. die folgenden Leistungen:

  • Beratung zu Einnahmen und Werbungskosten bei nichtselbstständiger Arbeit, Vermietung, Kapitalerträgen, Renten
  • Kosten für Ermittlung von Ausgaben und Einnahmen, Ausfüllen der entsprechenden Anlagen
  • Anfertigen von Einnahmen-Aufstellungen für das Finanzamt
  • Beantworten von Fragen, die einkunftsbezogen sind
  • Ermittlung von Einnahmen und Ausgaben bei Gewinneinkünften
  • Erstellung und Überwachung der Buchführung
  • Erstellung von Bilanzen

Wer Steuerberatergebühren von der Steuer absetzen will, muss sie als Werbungskosten oder Betriebsausgaben angeben. Damit fällt die Möglichkeit der steuerlichen Absetzbarkeit dieser Kosten für Privatpersonen meist weg.