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WAS SIND WERBUNGSKOSTEN?
TIPPS FÜR DIE STEUERERKLÄRUNG

Bei der jährlichen Einkommensteuererklärung können viele Aufwendungen steuerlich geltend gemacht werden. Vor allem Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, ihre berufsbedingten Ausgaben von der Steuer abzusetzen. Doch wie lassen sich diese sogenannten Werbungskosten in der Steuererklärung angeben und was genau kann darüber abgesetzt werden?

Was sind Werbungskosten in der Steuererklärung

Als Arbeitnehmer sollte jeder wissen, dass verschiedene Aufwendungen, die den Beruf betreffen, steuerlich geltend gemacht werden können. Diese Ausgaben können als Werbungskosten in der Steuererklärung angegeben und bei den meisten Einkunftsarten vom zu versteuernden Einkommen abgezogen werden. Die Frage “Was sind Werbungskosten?” lässt sich also wie folgt beantworten: Werbungskosten sind Kosten, die dem Steuerzahler durch seinen Beruf entstehen.

Bei diesen Einkunftsarten dürfen Werbungskosten abgezogen werden:

  • Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit
  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
  • Einkünfte als Rentner

Bei Werbungskosten den Pauschbetrag nutzen

Der Staat gewährt in puncto Werbungskosten einen Pauschbetrag; dieser beträgt genau 1.000 €. Das heißt: Es werden pauschal 1.000 € vom zu versteuernden Einkommen in der Steuererklärung als Werbungskosten abgezogen, ganz unabhängig davon, ob man so viele Ausgaben hatte oder nicht. Von der Pauschale für Werbungskosten profitiert also jeder, der seine Steuererklärung macht. Richtig lohnenswert wird es aber für diejenigen, die über den Pauschbetrag kommen.

Wichtige Info

Werbungskosten mindern das steuerpflichtige Einkommen, jedoch nicht die Steuerlast!


Wer seine Werbungskosten von der Steuer absetzen will, sollte vor allem dann, wenn die Aufwendungen den Pauschbetrag von 1.000 € übersteigen, alle Rechnungen und Belege aufbewahren. Diese müssen im Original zusammen mit der Steuererklärung an das Finanzamt übermittelt werden.

Unser Tipp

Man sollte jedoch unbedingt daran denken, Kopien von den mitgeschickten Unterlagen samt Belegen zu machen. Sollte sich herausstellen, dass es zu Rechenfehlern gekommen ist, kann man mithilfe der Kopien den Steuerbescheid leichter prüfen.

Aufwendungen, die zu Werbungskosten zählen

Es gibt vieles rund um die berufliche Tätigkeit, wofür Arbeitnehmer Geld ausgeben müssen. Doch für das Meiste gibt es am Ende des Jahres die Steuer zurück. Hier sind die wichtigsten beziehungsweise die häufigsten Ausgaben rund um den Job, die in der Steuererklärung als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden können:

  • Fahrten zur Arbeitsstätte und zurück – egal, ob man die öffentlichen Verkehrsmittel, das eigene Auto, eine Fahrgemeinschaft oder ein Fahrrad nutzt
  • Berufsbekleidung wie Laborkittel, Overalls, Spezialschuhe, etc.
  • Werkzeug, das für den Beruf benötigt wird, z. B. eine Friseurschere, eine Nähmaschine oder ein Computer (muss überwiegend oder gänzlich zur Berufsausübung genutzt werden)
  • Arbeitszimmer – wenn man seinem Job von Zuhause aus nachgeht
  • Kosten für die Zweitwohnung bei doppelter Haushaltsführung
  • Beiträge zu Berufsverbänden und Gewerkschaften
  • Bestimmte Versicherungsbeiträge, z. B. Berufshaftpflichtversicherung
  • Fort- und Weiterbildungen sowie Fachbücher und -zeitschriften, die dazu dienen, sich im Beruf auf dem Laufenden zu halten (z. B. Fachzeitschriften für Steuerberater mit den wichtigsten Steueränderungen)
  • Kontoführungsgebühren
  • Kosten für die Bewerbung auf eine neue Stelle (Kosten für die Bewerbungsunterlagen, Fahrtkosten, etc.)
  • Kosten für einen beruflich bedingten Umzug, wenn dadurch die Anfahrt zur Arbeitsstätte verkürzt wird
  • Kosten für einen Unfall auf dem Weg zur Arbeitsstätte, wenn diese entstanden sind

Welche Werbungskosten können Rentner haben?

Da Werbungskosten grundsätzlich Ausgaben umfassen, welche Arbeitnehmern durch ihren Beruf entstehen, stellt sich Pensionären die Frage: “Was sind Werbungskosten bei Rentnern?”. Zunächst einmal können auch Rentner bei den Werbungskosten von einem Freibetrag profitieren. Dieser liegt bei 102 € und wird vom zu versteuernden Einkommen automatisch abgezogen – genauso wie bei den Arbeitnehmern.

Beachten Sie

Bei verheirateten Rentnern steht beiden Partnern der Pauschbetrag für Werbungskosten zu.

Sollte man im Laufe des Jahres mehr Werbungskosten haben, lohnt es sich, alle relevanten Belege und Quittungen aufzubewahren und diese der Einkommensteuererklärung beizufügen. In der Steuererklärung werden alle Werbungskosten dann auf der zweiten Seite der Anlage R eingetragen. Doch nun zur wichtigsten Frage: Welche Ausgaben gelten bei Rentnern als Werbungskosten? Die folgenden Ausgaben können in der Steuererklärung geltend gemacht werden:

  • Kontoführungsgebühren
  • Kosten, die durch die Beantragung der Rente entstanden sind (z. B. Rechtsberatungskosten)
  • Kosten für die steuerliche Beratung
  • Kosten für einen Renten- und Versicherungsberater
  • Eventuelle Gewerkschaftsbeiträge

Andere Werbungskosten

Neben Aufwendungen für den Beruf und Ausgaben, die bei Rentnern steuerlich geltend gemacht werden können, zählen auch Einkünfte aus Vermietung, Verpachtung und Kapitalanlagen zu Einnahmen, von denen Werbungskosten abgezogen werden können. Wer Einnahmen erzielt, indem Geld sinnvoll und ertragreich angelegt wird, muss die Erträge versteuern. In diesem Fall können bis zu 801 € in der Anlage KAP eingetragen werden. Es ist der sogenannte Sparer-Pauschbetrag – mehr als 801 € erstattet der Fiskus nicht, auch wenn man mehr Ausgaben hatte.

Vermieter wiederum können in der Anlage V Ausgaben wie die Grundsteuer für ein Mietshaus oder für Renovierungen am Objekt steuerlich geltend machen. Darüber hinaus lassen sich Aufwendungen für die Anzeigenschaltung bei Neuvermietung, Maklergebühren, Hausnebenkosten und Mitgliedsbeiträge in Verbänden von den Einnahmen als Werbungskosten abziehen.

In der Anlage SO (sonstige Einkünfte) können ebenfalls Werbungskosten geltend gemacht werden. Hier werden regelmäßige Einnahmen eingetragen wie beispielsweise Unterhaltszahlungen des Ex-Partners, Abgeordnetenbezüge oder Einnahmen aus privaten Veräußerungsgeschäften. Im Falle der Unterhaltszahlungen gilt ein Pauschbetrag an Werbungskosten von 120 €, welcher automatisch vom Gesamtbetrag abgezogen wird und dadurch die zu versteuernden Einkünfte mindert. Bei Unsicherheiten in puncto sonstige Einkünfte und Absetzbarkeit von Werbungskosten, sollte idealerweise ein Steuerberater zurate gezogen werden.